That Dragon, Cancer

Eigentlich wollte ich mich hinsetzen und That Dragon, Cancer an einem Stück auf meinem Mac spielen. Ich hatte das Spiel kurz nach seiner Veröffentlichung über Steam gekauft, nachdem ich über Kickstarters Facebook Seite darauf aufmerksam geworden bin.

Vor ein paar Tagen wurde das Spiel erneut veröffentlicht, für iOS. Und das ist dann auch die Plattform auf der ich That Dragon, Cancer letzten Endes gespielt habe.

Es fällt mir sehr schwer etwas über das Spiel auf digitales Papier zu bringen. Es ist ja noch nicht einmal ein Spiel im herkömmlichen Sinn. Mehr eine begehbare Geschichte unterteilt in einzelne Abschnitte des kurzen Lebens des kleinen Joel Evan Green.

IMG_2133.JPGImmer beginnt That Dragon, Cancer mit dem Schlagen einer Kirchenglocke gefolgt von Meeresrauschen und den Rufen einer Möwe.

„Spiel“ und „spielen“ passen als Begriffe nicht. „Erfahren“ oder „erleben“ noch weniger. Am ehesten vielleicht noch „beobachten“. Genau das ist man den ganzen Verlauf hindurch, ein stiller Beobachter.

Was soll man jetzt groß schreiben über das Leid einer Familie? Über den Verlust eines Kindes? That Dragon, Cancer ist so stark in seinen Bildern und Gefühlen. Einsamkeit, Hoffnung, Leid, Freude, Trost. Ein detailliertes Review über Spielmechanik oder Features ist hierzu im Vergleich schlicht wertlos.

Ich möchte nur eine Szene und einen Gedanken loswerden. Den Rest dieses Blog-Eintrags werden Screenshots füllen.

„Picnic at the Edge one the World“ ist die letze beobachtbare Szene. Der kleine Joel sitzt mit einem Hundewelpen auf einer Picknickdecke umgeben von Pfannkuchen. Man tritt heran und wird mit einem „I remember you.“ begrüßt.

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Die letzte Gelegenheit mit Joel zu interagieren. Aller Schmerz und alles Leid sind gewichen. Man pustet Seifenblasen, Kinderlachen. Joel füttert seinen Hund mit Pfannkuchen. „I always wanted a dog and now I got one.“

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Kehle zugeschnürt. Tränen in den Augen.

Der Gedanke, mit dem ich diesen Eintrag schließen möchte, kam mir beim Ansehen des Trailers zu Thank You For Playing, eine Dokumentation über That Dragon, Cancer.

Ein Spiel wird nicht einfach entwickelt und dann ist es fertig. An jeder Szene wird gefeilt. Programmieren, testen, korrigieren. Immer wieder und wieder muss der Schmerz des Aktuellen und der Erinnerung durchlebt werden….

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