Secret Signs

While riddles of words
Hide between the lines

These riddles of shapes
Speak in secret signs

Gerade mal vor knapp zwei Monaten hat Secret Signs des holländischen Interaction Designers Wouter Walmink das Licht der Welt erblickt. Dank eines Tweets bin ich auf dieses kleine Kunstwerk aufmerksam geworden, um dann auch sofort in Apples App Store zuzuschlagen. Zu lange schon ist es her, dass das von mir so heißbeliebte Blackbox ein Update erfahren hat, und Secret Signs sah mehr als vielversprechend aus.

Das Spiel besteht aktuell aus 24 in sich geschlossenen Rätseln, bei denen es durch Interaktion und schlichtes Ausprobieren herauszufinden gilt, was die jeweilige Aufgabenstellung überhaupt ist. Wie gesagt, „Blackbox“ lässt grüßen.

Hier ein paar Beispiele, in welcher Gestalt sich die einzelnen Level dem Spieler präsentieren.

Ich werde den Teufel tun, an dieser Stelle auch nur beispielhaft eine der Lösungen aufzuzeigen. Wer möchte, kann „Secret Signs“ kostenlos und vollkommen frei von jeglicher Werbung herunterladen und sich selbst an den ersten Kopfnüssen versuchen. Hat man einmal Blut geleckt, und das wird man, so lässt sich das vollständige Set für einen Spottpreis freischalten.

Mit der Lösung einer Aufgabe ist es aber noch nicht getan, denn ein jedes Puzzle zeigt im Nachgang an, wodurch es inspiriert wurde, und bietet für Neu- und Lernbegierige weiterführende Links in die Tiefen des World Wide Webs.

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Fazit

„Secret Signs“ ist in meinen Augen jetzt schon ein Gewinner. Und viel mehr als nur ein Ersatz, um die Wartezeit auf neue Blackbox-Level zu überbrücken. Es liegt natürlich nahe, einen Vergleich zwischen den beiden Spielen zu ziehen, aber der Schwerpunkt dieses Titels liegt nicht auf all den „versteckten“ Möglichkeiten, die ein iPhone zu bieten hat, sondern viel mehr darauf, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und in Alltagsphänomenen etwas Rätselhaftes zu entdecken.

Es bleibt zu wünschen, dass „Secret Signs“ ein Hit wird, so dass Wouter Walmink die Motivation findet, noch viele weiter Level in Form von Updates nachzureichen.

OXXO

Der Hamster auf der Cola Dose, Michal Pawlowski, meldet sich mit OXXO zurück. Ein großartiges Puzzlespiel, das genau nach meinem Geschmack ist. Minimalistisch, auf Hochglanz poliert und absolut fehlerfrei. Diesmal durfte ich erfreulicherweise gleich in die Beta einsteigen und bin immer noch begeistert mit welch hoher Qualität der in Polen ansässige Entwickler abliefert hat.

Nach Zenge und Scalak geht es bei OXXO erneut um das Verschieben, Drehen und Zusammenfügen von Plättchen. Es ist die große Kunst Michals, klassische Schieberätsel mit einem modernen Anstrich in unser digitales Zeitalter zu überführen.

Hier ein Eindruck der ersten drei Level…

Also wenn das mal nicht fantastisch aussieht, dann weiß ich auch nicht.

Klar, dass es nicht so einfach bleibt. OXXO ist das bisher schwerste Spiel aus dem Hause Hamster On Coke. An so manchem der insgesamt 102 Level der Beta hatte ich richtig zu knabbern.

Für 2,29 € ist OXXO so gut wie geschenkt. Ich deinstalliere jetzt den Beta-Build, kaufe mir die „Vollversion“ und spiele noch das Level Numero 103. Vor dem Entwickler kann ich nur meinen Hut ziehen. Danke.

VMOD

Das minimalistische Puzzle VMOD aus der Feder des deutschen Entwicklers Martin Knopf fasziniert mich. Ohne den Hauch einer Ahnung, geschweige denn eines tieferen Verständnisses, und bar einer jeden Strategie habe ich mich dennoch erfolgreich durch insgesamt 50 Level gerätselt.

Die Prämisse des Spiels könnte nicht simpler sein: „VMOD ist ein Puzzle über Seiteneffekte. Drücke die Knöpfe um sie zu aktivieren. Finde heraus, wie verschiedene Knöpfe einander beeinflussen.“

Wie alle gutgemachten Rätselspiele startet auch VMOD mit der denkbar einfachsten Herausforderung, dem Drücken zweier, unzusammenhängender Knöpfe.

Doch schnell wird es kompliziert. Schon Level 7 ist gar nicht so einfach zu lösen. Immer genau ein Knopf mag nicht so recht mitspielen.

Hier eine kleine Auswahl der Herausforderungen, die auf den Spieler zukommen:

Fazit

Für 1.09 € kann man nichts falsch machen. Wer sich gerne den Kopf zerbricht, schlichten Stil mag und sich nicht daran stört, zunächst kein Level überspringen zu können, der ist hier genau richtig aufgehoben.

Der Entwickler hat in Apples App Store noch zwei weitere Spiele im Angebot, Amoebae und Flat Jump. Ich glaube, ich muss hier mal einen Blick riskieren.