Device 6

Wir bereits im letzen Blog Post angekündigt geht es nach Year Walk weiter mit Device 6.

Ähnlich Year Walk ist es schwer etwas über das Spiel zu schreiben, ohne große Spoiler.

Gutes Spiel, auch wenn es in meinen Augen nicht ganz an Year Walk heran reicht. Die Spielzeit ist ähnlich knapp, rund zwei Vormittage. Einmal mit der U-Bahn ins Büro, einmal zurück und dann wieder hin. Abspann.

Ohne sich Notizen und Screenshots zu machen geht es auch bei Device 6 nicht. Mir fehlt hier einfach das fotografische Gedächtnis. Das Spiel gibt es aktuell nur auf iOS. Entweder man spielt in Ruhe zuhause mit Stift und Papier griffbereit, oder man muss sich darauf einstellen häufiger zwischen dem Spiel und einer Notiz- bzw. Foto-App hin und her zu wechseln. Kopfhörer sind ein Muss. Ebenso solide Englischkenntnisse.

Irgendwelche Extras oder Hilfestellungen bietet Device 6 nicht. Die Rätsel sind mitunter knackig aber gut lösbar. Ein einziges mal musste ich Google für eine Inspiration heranziehen.

Das Intro zu Device 6 ist für meinen Geschmack am restlichen Thema des Spiels etwas vorbei. Es ist eine Mischung aus James Bond, und dem Vorspann zum Film The Pink Panther mit Peter Sellers. Das Ganze besitzt einen französischen, lockeren Touch von dem im Spiel nicht viel wiederzufinden ist. Es geht weit düsterer und unheimlicher zu.

Datei 27.10.16, 10 56 32.pngDatei 27.10.16, 10 56 57.pngDevice 6 ist eine begehbare Geschichte, unterteilt in sechs Kapitel plus Epilog. In jedem Abschnitt gilt es Rätsel zu bewältigen, deren Lösung den Weg in das nächsten Kapitel eröffnen. Am Ende eines Levels gilt es eine Tür zu durchschreiten, die jeweils durch Schloß gesichert ist. Die Kombination zum Öffnen des Schlosses zu finden ist die eigentliche Herausforderung des Spiels.

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Am Ende eines jeden gelösten Kapitels steht ein kurzer Psychotest.

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Der Textfluss ist der Bewegung des Spielers durch die Räume und Orte des Spiels angepasst. Man bewegt sich also nicht über eine Karte, sondern der erzählende Text IST die Karte.

So läuft der Text nicht einfach von oben nach unten, sondern biegt um die Ecke, ist gespiegelt, oder schlängelt sich wie eine Wendeltreppe nach oben. Man kann sich dabei frei innerhalb eines Kapitels vorwärts, rückwärts, seitwärts…bewegen, bis der jeweilige Ausgang gefunden, geöffnet und durchschritten ist.

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Um der Geschichte zu folgen dreht man das iPhone hierzu regelmäßig.

In den Text sind immer wieder Bilder, Geräusche und interaktive Elemente eingebettet. Manche davon dienen der Immersion, andere wiederum beinhalten Hinweise zum Lösen der in die Geschichte verwobenen Rätsel.

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Man spielt als Player249 und erlebt die Geschichte einer Frau namens Anna. Diese wacht im Spiel auf, weiß nicht wo sie ist und versucht sich einen Weg durch die surreale und unbelebte Spielwelt zu finden. Wo bin ich? Was mache ich hier? Was soll das alles? Wie komme ich hier wieder weg?

Das große Aha ergibt sich dann am Ende von Device 6. Wenn ich die Geschichte von Anna erlebe, selbst der zweihundertneunundvierzigste  Spieler bin und Anna sich wiederum im Verlauf der Geschichte an das Spiel erinnern kann….Kopfschmerzen.

Fazit, gutes und kurzweiliges Spiel mit einer mitunter recht unheimlichen Geschichte, die Schwindel verursacht. Und am Ende 600 erspielten Punkten, die ich gegen eine liebliche Puppe eingelöst habe. Lieferung angeblich in Kürze.

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