Duke Nukem Forever

Willkommen auf der Erde, Wichser!

Jetzt habe ich endlich Duke Nukem Forever durchgespielt. Verglichen mit den 14 Jahren Entwicklungszeit sind die sechs Jahre, die ich mir mit dem Spielen Zeit gelassen habe, eine Kleinigkeit.

Im Erscheinungsjahr 2011 war der Großteil der Rezensionen eher durchwachsen, aber so schlecht fand ich Duke Nukem Forever gar nicht mal. Allein das Bild, wie der Duke eine Alien-Tür öffnet, hat sich für immer in mein Gedächtnis eingebrannt. Kille, kille Schließmuskel. Zumindest ich fand es lustig. Zeit doch mal ein wenig Freud zu lesen.

Duke Nukem ist jetzt keine Offenbarung wie Half Life oder Portal 2. Aber letzten Endes doch recht kurzweiliger Trash. Man muss es nur zulassen, im Geiste wieder ein pubertierender 16-Jähriger zu sein.

Der Duke ist ein Rüpel, platt und höchst sexistisch. Ein Charakter, der alle Action-Helden der 80er Jahre in sich vereint. Der Einzige, der die Welt vor der drohenden Alien-Invasion noch retten kann. Die deutsche Stimme leiht ihm Bruce Willis Synchronsprecher. Passt.

Mein Körper ist ein Tempel, Baby. Also runter auf die Knie und beten.

Duke Nukem beginnt mit dem Duke vor einem Pissoir stehend. Duke Nukem endet damit, dass der Duke dem besiegten Endboss Cycloid Emperor ein Auge herausreißt und ihm durch die Augenhöhle ins Hirn pisst. Drücke die „E“-Taste für Urinieren.

Abendessen gibt es heute für Dich in der Hölle.

Das Spielprinzip ist wie bei den meisten Ego-Shootern recht simpel. Abknallen was geht. Man merkt dem Spiel an, dass es sich des Öfteren von Half Life 2 hat „inspirieren“ lassen. Ein Rätsel hier, ein Rätsel da. Eine längere Überlandfahrt mit einem Buggy…

Waffen bietet das Spiel zu Hauf. Bis auf ein Snipergewehr. Das würde einfach nicht zu einem Typen wie dem Duke passen.

Die Speicherpunkte sind großzügig verteilt. Gestorben wird sowieso eher selten. Hierfür ist Dukes Ego einfach zu groß.

Als ich versprochen habe Dich als Letzten zu töten, habe ich gelogen.

Am Ende eines jeden Abschnitts wartet ein Boss. Die Boss-Kämpfe gestalten sich zunächst deutlich schwieriger als der Weg dorthin. Aber hat man erst einmal das Kampfmuster des jeweiligen Endgegners durchschaut, so ist der Rest ein rein mechanisches Herunterspielen des Lebensbalkens. Wie ein gewonnenes Endspiel im Schach, das es noch fehlerfrei nach Hause zu bringen gilt.

Will jemand seine Garderobe abgeben? Ich hätte einen Ständer parat.

Eine Besonderheit des Shooters sind die Spielesequenzen in denen der Duke auf die Größe einer Actionfigur geschrumpft wird. Meins war es nicht. Ich war froh, sobald ich wieder normale Größe erreicht hatte.

Fazit

Du spielst gerne Shooter? Hast die ernsteren Klassiker wie Half Life und Far Cry bereits durch und suchst nach einer Blödelei? Du kannst Dich problemlos in deine Jungend zurückversetzen? Moral? Ethik? Was soll das sein? Du bist ein Fan der 80er Action-Streifen und kuckst sowieso gerne Trash-TV? Titten, Muschis, Schwänze…alles kein Problem? Furzwitze sind genau dein Ding? Na dann nichts wie los. Duke Nukem Forever ist genau Dein Spiel! Wie für Dich gemacht.

Verstopfung wirst Du nicht mehr haben.

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