Love You to Bits

Hach, ein richtig schönes Spiel. Von der Titelmelodie bis hin zum letzten Rätsel.

Mit dem iOS Titel Love You to Bits habe ich den guten Vorsatz meine Spielesammlung abzubauen mal wieder gebrochen. Egal, das war es wert.

So richtig durchspielen war leider nicht möglich. Das Spiel ist noch nicht komplett erschienen. Weitere Levels „coming soon“. Aber die ersten 23 Welten habe ich in ihrer Gänze bereist. Auch Screenshots habe ich diesmal mehr als genug. So eine Pleite wie bei A Noble Circle passiert mir nicht noch einmal.

Die Story zu Love You to Bits beginnt mit einer Trennung kosmischen Ausmaßes. Bei der Explosion seines Raumschiffs wird ein kleiner, namenloser Astronaut von seiner großen Liebe getrennt. Die Einzelteile des Robotermädchens finden sich über die gesamte Galaxie verstreut.

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Und so bereist man nun Planet für Planet um Bauteil für Bauteil wieder in seinen Besitz zu bringen.

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Der Spielverlauf ist streng linear. Erst nach erfolgreichem Abschluss eines Planeten kann man den nächsten bereisen. Bereits erfolgreich abgeschlossene Welten können jedoch jederzeit erneut bereist werden.

Nach drei gelösten Planeten erfolgt ein kurzer Zwischenstopp auf einem Satelliten. Ein kurzer Comic-Strip zeigt dann einen Abschnitt aus den Abenteuern des kleinen Astronauten und seiner mechanischen Freundin.

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Die Level selbst sind kleine Kunstwerke. Wahre Meisterstücke, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Ein jedes ist einmalig gestaltet, bietet eine einzigartige Geschichte und Rätsel. Hier nur eine kleine Auswahl an Screenshots.

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Viele der Welten sind eine Hommage an andere bekannte Independent-Spiele wie Monument Valley oder Framed. Aber auch Größen der Populärkultur wie Star Wars oder Disney werden mit eigenen Levels gehuldigt.

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Jeder Planet ist ein komplexes und in sich geschlossenes Rätsel. Das zu ergatternde Roboterbauteil liegt nicht einfach nur herum. Vielmehr muss man sich den Weg bis zum Erhalt des Metallstücks erspielen. Zunächst gilt es sich zurecht zu finden. Spielwelt ablaufen, testweise mit Wesen und Gegenständen interagieren. Welche Schalter kann man drücken? Welche Gegenstände aufheben und mitnehmen? Was wollen die doch mitunter recht bizarren Bewohner eines Planeten eigentlich von einem?

Sofort fühlt man sich an klassische Adventure-Spiele erinnert, nur neu verpackt. Hier ein kleines Beispiel für ein zu lösendes Puzzle. Achtung Spoiler! In Welt 22 steht ein Imker auf einem Stuhl und greift nach einem Bienennest. An seinem Gürtel hängt ein Schlüsselbund. Im Level stößt man bald auf eine verschlossene Tür. Dort passt vermutlich der Schlüssel. Also wie kommt man nun an diesen ran? Zunächst findet man einen Stock mit dem man das Bienennest von oben anstupsen kann. Die Bienen schwärmen aus, der Imker gerät ins Wackeln, stürzt aber nicht. Wie weiter? In einer Bärenhöhle, zu Beginn des Levels noch versperrt, entdeckt man einen feststeckenden Schraubenschlüssel. Damit könnte man doch eine der Schrauben des Stuhls lockern. Aber wie kommt man jetzt an das Werkzeug ran? Und auch die Bärenhöhle muss man erst einmal freilegen. Eine große Schnecke versperrt den Weg. Wie bekommt man sie da nur weg?

Mit einem Gegenstand interagieren, zum nächsten Screen gehen und einen Gegenstand benutzen sind die einzigen Interaktionsmöglichkeiten, die einem Love You to Bits bietet. Mehr wird auch nicht benötigt.

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Was dem Spieler im Vergleich zu den klassischen Adventure-Spielen das Leben leicht macht ist, dass man nicht auf gut Glück Gegenstände ausprobieren muss. „Benutze Schraubenschlüssel mit Lichtschalter“…“Das geht so nicht!“…“Benutze Bindfaden mit Lichtschalter“…“Ich weiß nicht was das bringen soll“. Hat man einen Gegenstand in seinem Besitz und kommt an die Stelle an der dieser benötigt wird, so wird dies direkt angezeigt.

Die Qualität der Rätsel ist durchgehend hoch. Und zusätzlich gibt so unglaublich viel zu entdecken.

In jedem Level sind Gegenstände versteckt. Diese werden zur Lösung des eigentlichen Rätsels nicht benötigt, bieten aber kleine, liebevolle Ergänzungen zu der Liebesgeschichte.

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Und auch auf der Meta-Ebene ist Love You to Bits genial. Zum Beispiel trifft man in einem Level auf ein Skelett mit einer roten Mütze, das wohl in einer Röhre stecken geblieben ist. Mario lässt grüßen.

IMG_0887.PNGOder man achte auf die Bilder, die im Inneren eines Walfischhotels aufgehängt sind. Ja, richtig gelesen. Wal-fisch-hotel.

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Nicht einmal Casablanca darf fehlen.

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Die obligatorische Game Center Integration ist in meine Augen zu vernachlässigen. Love You to Bits ist kein Spiel, das man eines Highscores wegen spielt.

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Auch die sonstigen Settings sind mehr oder minder unwichtig. Ton an/aus. Spielfortschritt zurücksetzen? Sicher nicht!

Fazit

Ein wirklich großartiges Spiel. Auf Hochglanz poliert. Fehlerfrei. Nicht eine einzige Welt fällt durch. Als persönliche Highlights sind „Die Zeit spielt verrückt“, „Tiez Red Efual Mi“ und „Die Quanten Bibliothek“ zu nennen. Aber das ist natürlich immer Geschmacksache.

Jetzt bleibt mir nur noch ein 5-Sterne Review im App Store zu hinterlassen und auf neue Level zu warten.

 

 

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