Bring You Home

Durch Zufall bin ich in Apples App Store auf Bring You Home gestoßen. Ich wusste gar nicht, dass Alike Studio, die Macher von Love You To Bits, einen neuen Titel in Arbeit hatten. Welch freudige Überraschung, denn die Abenteuer des kleinen Astronauten auf der Suche nach den Einzelteilen seiner Roboter-Freundin habe ich geliebt. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen an das neueste Werk der spanischen Spieleschmiede. Und ich wurde nicht enttäuscht. „Bring You Home“ setzt im Vergleich zu seinem Vorgänger sogar noch einen oben drauf.

Die Geschichte zu „Bring You Home“ ist schnell erzählt. In einem idyllischen Ort öffnet sich in einer hellerleuchteten Vollmondnacht ein schimmerndes Portal, durch das zwei zwielichtige Gestalten treten. Ausgerüstet mit einer Leiter, dringen sie in das Haus unseres Helden ein und entführen dessen geliebtes Haustier. Ehe man es sich versieht, ist der Einbruch auch schon vorüber und die beiden Diebe entfliehen durch den Riss in Raum und Zeit.

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Doch sie haben die Rechnung nicht mit dem Mut und der Entschlossenheit des Protagonisten gemacht. Schnurstracks nimmt er die Verfolgung auf und stürzt sich in das noch offenstehende Portal. Eine Rätselreise quer durch die fantastischsten Schauplätze der Galaxie beginnt.

Just in dem Moment, in dem man in einem der insgesamt 48 Level ankommt, verlassen die Räuber dieses durch eine weitere Öffnung. Einem selbst ist der Weg zum Ausgang jedoch zunächst versperrt. Eine kurze Zwischensequenz zeigt, wie man bei dem Versuch den Ausgang zu erreichen, scheitert. Mal stürzt man, fällt ins Wasser, oder wird von Schneemassen verschüttet. So originell wie zahlreich sind die Fehlschläge.

Doch wie von Zauberhand wird die Zeit zurückgedreht und man nimmt sein Schicksal im wahrsten Sinne des Wortes selbst in die Hand. Durch das Verschieben bzw. Austauschen bestimmter Bereiche gilt es das jeweilige Level so zu verändern, dass es einem gelingt, unbeschadet das weiterführende Portal zu erreichen.

Nachfolgendes Video zeigt exemplarisch die Lösung der ersten Welt. 

Entfernt erinnert das Ganze an den iOS-Titel FRAMED. Nur viel besser. Denn ein Scheitern macht mindesten genau so viel Spaß wie das Finden der tatsächlichen Lösung.

Eine weitere Stärke des Spiels, die schon „Love You to Bits“ ausgezeichnet hat, ist die Vielfalt und Originalität all der Welten, die man bereist. Nachfolgend eine kleine Auswahl.

Durch den hohen Wiedererkennungswert des Graphikstils, der dem in Barcelona beheimateten Studio eigen ist, fühlt sich „Bring You Home“ wie die Rückkehr in ein vertrautes Universum an. Mir gefällt dies ausgenommen gut.

Wie schon bei seinem Vorgänger gibt es eine Vielzahl an Geheimnissen zu entdecken. Sei es in Form kleiner, in den Levels versteckter Fotos, oder zahlreicher, freizuspielender Game Center-Erfolge.

Auch wenn der Schwierigkeitsgrad im Verlauf des Spiels stetig ansteigt, sind alle Aufgaben gut zu lösen. In die Verlegenheit eine Online-Hilfe konsultieren zu müssen, bin ich nicht gekommen. Ähnlich einem traditionellen Point & Click hilft es, öfters mal um die Ecke zu denken. Verschiebt man zunächst nur eine Ebene, so kommen in den höheren Levels weitere hinzu, die es dann auch gegenseitig zu tauschen gilt. Ebenso wird ein mehrfaches Verschieben ein und desselben Bereiches notwendig, um so den Weg zum Ausgang freizuräumen.

Fazit

„Bring You Home“ hat genau meinen Geschmack getroffen. Ich wünschte, es wären ein paar mehr Levels gewesen. Es kommt nicht oft vor, dass ich mir dies bei einem Puzzlespiel wünsche. Egal wie gut ein Titel auch ist, in der Regel bin ich nach erfolgreichem Abschluss einfach nur erschöpft und froh, dass es vorbei ist.

Das Ende des Spiels wartet dann noch mit einer richtigen Überraschung auf, mit der ich so nicht gerechnet hatte. Schön, dass man den Ausgang der Geschichte selbst wählen kann. Egal wie man sich entscheidet, man wird mit einem guten Gefühl verabschiedet. Das ist einfach schön gemacht.

„Bring You Home“ ist eine absolute Empfehlung, ohne Wenn und Aber!

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