Home

Acht Monate, 20 Spiele. Wenn ich nur schreiben könnte, dass mein Berg an ungespielten Titeln kleiner wird… Auf Platz 20 hat es Home geschafft, ein wirklich einzigartiges Horror Adventure aus der Feder von Benjamin Rivers.

Kopfhörer auf, Licht aus! Los geht’s.

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Kopfschmerz! Dunkelheit. Meine Fingerspitzen ertasten einen metallischen Gegenstand…eine Taschenlampe. Es werde Licht…

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Wo bin ich? Wie bin ich hierher gekommen? Wer bin ich überhaupt? Ich muss hier weg! Eine Tür, unversperrt. Was verbirgt sich dahinter?

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Ein Knarzen schlecht geölter Scharniere. Eine kurze, animierte Zwischensequenz. Resident Evil lässt grüßen.

Nach gut anderthalb Stunden Spielzeit habe ich den Abspann erreicht. War das Geräusch gerade im Spiel, oder habe ich da etwas im Haus gehört? Kopfhörer abnehmen, lauschen. Oh, wie ich dieses Gefühl hasse!

Mein ganz persönlicher Heimweg wirft am Ende mehr Fragen auf, als dass er Antworten bietet. Es bleibt eine Idee dessen, was möglicherweise passiert ist. Sowie der Wunsch nach einem alternativen Ende. Home stellt den Spieler vor Entscheidungen, mehr als ein Ausgang der Geschichte scheint möglich zu sein. Die mir am Ende des Spiels präsentierte Zusammenfassung des Erlebten deckt sich nur bedingt mit meiner Vorstellung. Aber ich habe ein vages Bild davon bekommen, wie die Geschichte in die von mir präferierte Richtung gelenkt werden könnte. Die Kunst besteht nun darin, Home bei einem zweiten oder vielleicht gar dritten Versuch in solch einer Weise zu spielen, dass das von mir erstrebte, weitaus düstere Ende erreicht wird. Ohne zu wissen, ob solch ein Ausgang überhaupt im Spiel angelegt ist oder nicht.

Das grandiose Ergebnis von sage und schreibe NULL erreichten Steam Achievements zeigt allein, dass es noch so einiges zu entdecken gibt. Mir absolut unklar, wo im Spiel noch so viel verborgen sein soll. „Discard a deadly item“? Ok, hierzu habe ich zumindest eine Idee. „End your story in the kitchen“? Wie zur Hölle soll das gehen? „Realize your worst fears“? Ich hoffe es ist genau das, was ich denke, dass es ist.

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Home spielt sich primär an einem Ort ab. Und zwar im Kopf des Spielers. Ein geschicktes Wechselspiel von Entdecken, Rätseln und Texttafeln, der goldenen Ära des Stummfilms entliehen. Jede sich öffnende Tür ist ein Weg ins Ungewisse. Dazu Soundeffekte, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen. Jeder Gegenstand lässt sich zweimal betrachten. Es ist der zweite, tiefergehende Blick der zählt.

Auf Rivers Homepage kann ein jeder Spieler seine ganz persönliche Geschichte hinterlassen. Betreten auf eigene Gefahr!

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Folgendes Spielerzitat deckt sich 100% mit meinem Spielerlebnis.

I pooped my pants!

Home bietet nur grobe Pixelkunst. Aber das waren die gruseligsten Pixel, die seit langem auf meinem Monitor aufgeflackert sind.

Aktuell kostet Home sowohl in Apples App Store, als auch auf Steam nur 2,99 €. Das ist weniger als ein Kaffee bei Starbucks. Worauf warten?

Dazu noch ein wenig Meta-Content unter WTF? auf Benjamin Rivers Homepage mit dem passenden Titel „I don’t understand“.

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Home ist eine absolute Empfehlung. Ich werde mich auf alle Fälle noch auf die Suche nach dem von mir angestrebten Ende der Geschichte machen.

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