Awkward Dimensions Redux

Nur durch einen glücklichen Zufall bin ich auf Awkward Dimensions Redux gestoßen. Eigentlich wollte ich Pacify spielen, einen Neuzugang in meiner sowieso schon bis zum Bersten gefüllten Steam-Bibliothek. Erst kürzlich im Rahmen des „Humble Spooky Horror Bundle 2019“ erworben. Aber schon wenige Minuten Spielzeit haben mir gezeigt, dass ich für solch einen Schocker nicht die notwendigen Nerven besitze. Also was tun? Da war ja noch Survivor, ein Spiel eigens für die Kunstausstellung ARS17 geschaffen, das sich mit den Abgründen des Reality-TVs auseinandersetzt. Das wollte ich schon lange Mal angehen. Aber ehe ich es mich versehen habe, bin ich in die Untiefen der unzähligen Spielvorschläge des Steam-Clients abgedriftet. Wer kann bei all den kostenlosen Angeboten schon Nein sagen.

Nach etlichen Downloads und einem Blick auf howlongtobeat.com ist meine Wahl letztendlich auf das kleine Kunstwerk aus den Händen des Indie-Entwicklers Steven Harmon gefallen.

Das Spiel

„Awkward Dimensions Redux“ ist ein interaktives Traumtagebuch, ein sehr intimes Spiel. Es handelt davon, sich in einen Menschen hineinzuversetzen und den Versuch zu unternehmen, diesen durch die Interpretation seiner Träume, Gedanken, Ängste und Sehnsüchte zu verstehen. Alles dreht sich um das Heranwachsen eines Teenagers und dessen Kampf, sich im Leben zurechtzufinden. So Steven selbst über sein Werk.

In rund einer Stunde Spielzeit erforscht man in der Ego-Perspektive eine Vielzahl an surrealen Welten. Eine jede davon besitzt ihr eigenes Motto: „Lesbar“, „Backstage at the Joe“ oder „Relax in North Berwick“. So die teils kryptischen Namen der einzelnen Level. In einem jeden gilt es eine Tür zu finden, durch die man in die nächste Traumwelt eintreten kann. Es geht um Liebe und Zurückweisung, Wut, Verlorensein oder schlicht um stupide Multiple-Choice-Tests.

Gesteuert wird das Ganze klassisch mit der Maus und den WSAD-Tasten. Kopfhörer werden empfohlen.

Im Zentrum von „Awkward Dimensions Redux“ steht das Erkunden der einzelnen Welten. Ein schweres Spiel ist es nicht. Aber das eine oder andere „Rätsel“ besitzt durchaus Potential. Mir ist vor allem ein Level in Erinnerung geblieben, in dem es unter dem Zeitdruck einer tickenden Bombe gilt, den Ausgang zu finden.

All die Szenen, die man im Verlauf des Spiels zu Gesicht bekommt, wirken mitunter recht verstörend. Vor allem wenn sich Computergrafik und reale Videoaufnahmen zu vermischen beginnen.

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Fazit

„Awkward Dimensions Redux“ empfehle ich sehr gerne weiter. Ich mag es abseits des Mainstreams zu spielen. Da kommt solch ein Titel wie gerufen. Auf Stevens Homepage findet sich eine Tonne weiterer Spielen, die ich alle noch ausprobieren möchte.

Zu dem Vorgänger Awkward Dimensions hat der Entwickler folgenden Kommentar hinterlassen: „The game that made me realize I want to make games for the rest of my life.“ Dies ist in meinen Augen die absolut richtige Entscheidung. Ich wünsche dem noch jungen Game-Designer alles erdenklich Gute und bin sehr auf seinen weiteren Werdegang gespannt. Jetzt habe ich aber erst einmal eine ganze Menge seiner Spiele aufzuholen.

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