Old Man’s Journey

App Store: „Kuck mal ich habe einen Apple Design Award gewonnen. Kauf mich.“.
Ich: „Nein, ich kaufe nichts.“
App Store: „Ach komm schon, schau mal wie hübsch ich aussehe.“
Ich: „Nein! Ich sagte, ich kaufe nichts.“
App Store: „Jetzt sei nicht so. Ich habe auch sonst noch ganz viele Preise abgeräumt.“
Ich: „Nein. Nein. Und nochmals nein. Ich kaufe keine neuen Spiele. Ich habe schon genug!“
App Store: „Aber Du brauchst doch was für unterwegs. Und was zum Kuscheln vor dem Einschlafen.“
Ich: „5,49€ sind jetzt nicht die Welt. Und besonders lange scheinst Du auch nicht zu sein…“
App Store: „Schau, Du hast nichts zu verlieren. Im schlimmsten Fall gibst Du mich einfach zurück. Komm, gib Dir einen Ruck!“
Ich: „…“

App Store 1, ich 0. Also dann spiele ich halt Old Man’s Journey. Toll sieht es ja wirklich aus.

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Die Reise beginnt mit dem Besuch des Postboten. Was in der Nachricht steht kann man nur erahnen. Aber sicher nichts Gutes. Und so packt man als alter Mann sein Bündel und begibt sich auf eine Wanderschaft mit noch unbekanntem Ziel.

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Old Man’s Journey fällt in die Kategorie von Spielen, bei denen man seine Umgebung manipuliert um vorwärts zu kommen. So steht man zum Beispiel auf einem Hügel, muss aber weiter nach oben. Was nun? Kein Problem, einfach die dahinterliegende Ebene nach unten gezogen und weiter geht’s.

Von hier…

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…nach hier!

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Das Verschieben der Landschaftslayer ist das zentrale Spielelement von Old Man’s Journey. Unterstützt wird der Spieler dabei durch gelbe Markierungen, die beim Bewegen der Ebenen eingeblendet werden.

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Um die Rätsel jedoch nicht zu einfach zu machen, können aber immer nur diejenigen Layer verschoben werden, auf denen man gerade nicht steht. Der eigene Standpunkt hingegen ist immer fest verankert.

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Hinzu kommen kleinere Puzzle mit Schafen, die einem den Weg versperren. Oder aber Rädern, die es gilt ins Rollen zu bringen.

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Old Man’s Journey ist ein wunderhübsches kleines Puzzlespiel. Und wirklich nicht lang. Nach gerade mal zwei Stunden, weiß man wer der Absender des Briefs war und warum man mir nichts dir nichts aufgebrochen ist. Diese zwei Stunden sind aber bis aufs Äußerste vollgepackt. Fahrt mit Zug und Auto, Besteigen von Bergen, Erkunden von Tälern. Bis auf die Tiefen des Meeres wird man während der Reise verschlagen. Mitunter ziemlich surreal das Ganze.

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Jeder Speicherpunkt wird begleitet von einer Rückblende. Langsam aber sicher wird klar, wohin einen die Reise führt. Und dass es sich wohl nicht um eine Geschichte mit einem Happy End handelt.

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Old Man’s Journey dreht sich um das Verwirklichen seiner Träume. Und von den Konflikten, die daraus entstehen können. Manche Entscheidungen führen zu Brüchen, die nur kaum wieder zu reparieren sind.

Ein kleines Happy End besitzt die Geschichte aber dennoch. Auch wenn das Finale zunächst ganz schlimm auf die Tränendrüse drückt.

Old Man’s Journey war auf alle Fälle die Reise wert und kann dank seines moderaten Schwierigkeitsgrads, der wunderschönen Landschaften und der tiefen Geschichte nur wärmstens empfohlen werden.

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