OPUS: The Day We Found Earth

Opus (Mehrzahl Opera, Abkürzung Op. oder op.) ist die lateinische Bezeichnung für ein Kunstwerk,…

Wikipedia

OPUS: the Day We Found Earth ist das zweite Werk des kleinen Entwicklerstudios SIGONO, das ich Händen halten durfte. Ein kleiner Bruder zu OPUS: Rocket of Whispers. Ähnlich und doch ganz anders.

Die Geschichte

OPUS‘ Story spielt sich in ferner Zukunft auf der gleichnamigen Raumstation in den Tiefen der Galaxie ab. Als der kleine Roboter Emeth (übrigens das hebräische Wort für „Wahrheit“) erlernt man zu Beginn des Spiels von den beiden auf der Station lebenden Wissenschaftlern Lisa und Makoto den Gebrauch des dort installierten Weltraumteleskops.

Es gilt den mythischen Planeten Erde zu finden und so die menschliche Rasse vor dem bevorstehenden Untergang zu retten.

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Kaum hat man sich mit der Bedienung des Teleskops angefreundet und bereits die ersten Planeten durch dessen Linse erkundet geschieht ein Unglück. Emeth erwacht und die Station scheint verlassen. Was ist nur passiert? Wo sind die beiden Wissenschaftler hin? Wie lange war Emeth denn offline?

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Herauszufinden, was genau geschehen ist, ist Teil der sich nun Schritt für Schritt entfaltenden Geschichte. Der Entdeckung der Sterne steht die Erforschung der menschenleeren Raumstation gegenüber.

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Lange auf sich alleine gestellt bleibt Emeth jedoch nicht. Schon bald leistet ihm ein Hologramm in Gestalt der verschwundenen Wissenschaftlerin Lisa Gesellschaft. Das ist ganz toll gemacht. Zunächst nur ein beiläufiges kurzes Aufblitzen der Silhouette, so dass man als Spieler sich nicht sicher ist, ob man seinen Augen trauen kann. Dann ein wenig später erneut. Bis man fest davon überzeugt ist, dass sich noch jemand auf der Station befinden muss.

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Gemeinsam werden alle Systeme einem gründlichen Check unterworfen und Emeth nimmt die ihm gestellte Aufgabe wieder auf, die Erkundung des Alls mit dem Ziel letztendlich die Erde zu finden. Auf der einen Seite der kleine, mitunter recht bockige Roboter, auf der anderen die gütige und geduldige KI.

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Gameplay

Zu Beginn des Spiels wird man vor die Wahl einer von drei Optionen gestellt.

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Ich habe mich für „Story“ entschieden. An den beiden anderen Möglichkeiten habe ich mich bisher noch nicht versucht. Ich vermute, dass die Wahl eine Auswirkung darauf hat, wie schwer die Erkundung des Weltalls ausfällt.

Im Story-Modus ist die nicht besonders schwer. Quadrant für Quadrant wird mit dem Teleskop abgesucht. Hierzu zieht man den jeweiligen Ausschnitt der Galaxie, den das Teleskop einem anzeigt, mit dem Finger über den Touchscreen. Zum Ziel geleiten einen kleine Pfeile, so dass man kann es nicht verfehlen kann. Wirklich einfach.

Stößt man auf ein vielversprechendes Sonnensystem, so wird dieses gescannt und bei Erfolg ein erdähnlicher Planet in den stetig wachsenden Sternenatlas aufgenommen.

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Fazit

Der Name des Spiels nimmt einen Teil des Endes vorweg. Ja, man wird die Erde finden. Immer ähnlicher und ähnlicher werden die entdeckten Planeten, bis letztendlich die verloren geglaubte Wiege der Menschheit in den Fokus des Teleskops gelangt.

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Aber wie gesagt, dies ist nur ein Teil von OPUS. Viel spannender und bewegender ist das Aufdecken der Vorkommnisse an Bord der Raumstation, die letztendlich zu deren Evakuierung geführt haben.

Spannende und herzzerreißende Geschichten zu erzählen ist die Stärke SIGONOs. Das ist dem Studio bei Rocket of Whispers gelungen und gelingt auch hier vorzüglich.

Stockwerk für Stockwerk erkundet man die Station, entdeckt hinterlassene Notizen und Logbucheinträge. So viel sei verraten, es wird traurig.

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Nach rund eineinhalb Stunden bin ich am Ende des Spiels angekommen. 60% Abschlussniveau wird mir angezeigt. Was ich wohl alles nicht entdeckt habe? Fehlen mir Planeten? Oder habe ich etwas auf der Raumstation übersehen? Allein das ist Motivation genug, zu einem späteren Zeitpunkt zu OPUS zurückzukehren.

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Ich mag wie SIGONO seine Spiele bepreist. Zunächst kann man vollkommen kostenlos in OPUS reinschnuppern. Dann hat man die Wahl zwischen verschiedenen Preisoptionen. Bei SIGONO muss ich hier nicht lange überlegen. Maximale Unterstützung ist angesagt.

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Zusätzlich kann man noch kleiner Gimmicks im Spiel erwerben, die es zum Beispiel erlauben, das Aussehen Emeths zu modifizieren. Aber das sind wirklich nur Spielereien. Am Verlauf der Geschichte ändern sie nichts. Glaube ich zumindest.

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Eine weitere Stärke SIGONOs ist wie auch bei Rocket of Whispers der Soundtrack zum Spiel. Unbedingt auf Bandcamp einmal reinhören.

Wie bei seinem Nachfolger kann ich auch bei OPUS: The Day We Found Earth eine absolute Empfehlung aussprechen. Auch wenn das Spiel deutliche kürzer ausfällt, so ist es doch eine wirklich tolle Geschichte. Und das ist es auch, was ich letzten Endes erwartet habe.

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